VOR 300 JAHREN - WALDENBUCHER BÜRGERSTIFTUNG SCHON DAMALS

Das geblichene, hundertfach genutzte Heft ,,Heiligenlagerbüchle" von 1703 auf dem Dachboden des Rathauses beweist es:
Eine Waldenbucher Bürgerstiftung gab es schon vor 300 Jahren (eigentlich seit der Reformation). Wie das?
Wer die schmale und dennoch respektgebietende Kladde in Augenschein nimmt, findet in eleganter Schrift die Namen der Stifter und ,,Ausschüttungen" in Geld- oder Sachform ab 1703 fein säuberlich aufgeschrieben.
Unsere Stadtarchivarin Frau Christine Bührlen-Grabinger hat im Amtsblatt Nr.31 ausführlich berichtet.
Der Gedanke einer Waldenbucher Bürgerstiftung ist also gar nicht so neu, wie wir mit unserem Haushaltsantrag für eine Bürgerstiftung dachten!!
Mich hat berührt, dass die Grundidee jeder Stiftung im ,,Heiligenlagerbüchle" auf jeder einzelnen Seite als Überschrift (zur Mahnung der Nutzer ?) geschrieben steht:
,,jährlich - ewig - unauflöslich"
Könnte dies in guter Tradition nicht auch als Motto auch über der neuen Waldenbucher Bürgerstiftung stehen?
1. jährlich - jährliche Auszahlung der Zinsen für soziale, kulturelle, schulische etc. Bedürftigkeiten
2. ewig - für alle Zukunft und damit für die Ewigkeit
3. unauslöslich - unantastbarer Bestand des eingezahlten Kapitals
In diesem Sinn möchten wir Sie auf die städtische Informationsveranstaltung zur Bürgerstiftung am Mittwoch, 24.September im Forum der OSS freundlich hinweisen.
Dass viele Stifter zusammenkommen!

Annette Odendahl

2008-09-03