"Unternehmen Feuerwehr"  Toller Vortrag vor vollem Haus im Landgasthof Rössle


Kreisbrandmeister Dipl. Ing. Guido Plischek berichtet in seinem spannenden Vortrag "Herzenssache Feuerwehr über die vielseitigen und schwierigen Aufgabenbereiche, die Kompetenz und klare Ansprachen erfordern.
Immerhin sind über 4 000 Menschen im Ehrenamt der Feuerwehr, DRK und THW tätig.
Sie gilt es zu vernetzen und jederzeit und an jedem Ort abrufbar für Schadensfälle bereitzuhalten.
Dies verlangt Führungsstärke und viel Erfahrung.
Deshalb sind Information, Ausbildung, Arbeitsteilung notwendig; und um das Fazit vorweg zu nehmen: Guido Plischek sieht seine Aufgabe auch ganz wesentlich darin, das Ehrenamt sinnvoll und nachhaltig zu stärken.
Schöne Worte reichen nicht!  
Annette Odendahl begrüßte den Referenten im Namen der Fraktion und des Vereins der Freien Wähler und freute sich über den großen Zuspruch seitens der aktiven DRK-  und Feuerwehrfreunden sowie Mitgliedern und Gästen.
Herr Plischek kam als Berliner mit vielseitiger beruflicher Erfahrung nach Böblingen, er ist 52 J. alt, verh. 5 Kinder; sein Architekturstudium und der Fall der Berliner Mauer, sowie der Vater, der bereits bei der Feuerwehr war, haben ihn geprägt.
Sicherlich kein einfacher Schritt bei - man entschuldige die Ausdrücke - "Berliner Schnauze" gegen "Schwäbische Maulfaulheit".
Aber Herr Plischek hat Humor und liebt die klare Ansage.
Wenn er mehr Zeit hätte, würde er auch sein Motorrad fahren, das zur Zeit eher als Deko in seiner Garage steht, als gefahren zu werden.

Unter dem Oberbegriff "Sicherheit" erläuterte Plischek anschaulich, welche
Aufgabenbereiche es im Land, Kreis und Kommune gibt.
Wichtig sind die Strukturen und die Führung bei kommunaler Selbstverwaltung.
"Nicht jeder darf machen , was er will!"

Man unterscheidet  Katastrophenschutz (Erdbeben, Überschwemmung, chemische Unfälle) und Zivilschutz ( Stromausfall, Epidemien, Anschläge) Überall ist die "Feuerwehrfamilie" gefragt - so Plischek.
Am meisten lernen die ehrenamtlichen Aktiven durch eigene Erfahrungen.
Ständige Fortbildung, lesen und lernen nicht zu vergessen.
Erfahrungen austauschen, sich vernetzen und teilen verlangt ebenfalls nach klarer Führung und Führungsausbildung.
Kleine Beispiele aus der Praxis  "Nicht jede Gemeinde braucht eine Drehleiter".
"Manches Feuerwehrauto wird angeschafft und passt dann nicht in die vorhandene Halle"
Viele Fragen gab es im Anschluss zu den Themen von Anliegern bei Brandfällen; Parken vor DRK- und Feuerwehr - Hallen, was bei Einsätzen äußert hinderlich ist.
Die Ehrenamtlichen wünschen sich oft mehr Verständnis und Rücksichtnahme der Bürger.
Alle Anwesenden waren sich einig, auch Annette Dolleschel, die als Vereinsvorsitzende den Referenten mit einem RITTER-Meter verabschiedete und ihm für seine Ausführungen herzlich dankte.
Die Gesellschaft wäre arm ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer.
Der Wunsch, dass wir von Brand- und Katastrophenfällen möglichst verschont bleiben mögen, wurde allen mit auf den Weg gegeben.
Die Anwesenden hatten den Eindruck, dass das "Unternehmen Feuerwehr" unter dieser Leitung bestens funktioniert.

Jörg Schlotterbeck
Schriftführer im Vorstand der Freien Wähler