Mehrgenerationenhaus

"Das Martinuszentrum  könnte ein Mehr - Generationen - Haus sein; eine Begegnungsstätte, ein Ort, der Menschen unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Alter einen Raum bietet, ungezwungen Kontakte zu knüpfen und gegenseitig von den jeweiligen Kompetenzen zu profitieren."
So Andrea Barth, Diplom Sozialpädagogin (BA), die von Annette Odendahl und von Jutta Häcker im Namen der Fraktion der Freien Wähler und des Vereins herzlich begrüßt wurde.

Man kannte sich von der Tagung in der ev. Akademie Bad Boll und hat dort Frau Barth als kompetente Referentin und Leiterin des Atriumhauses in Heilbronn kennengelernt.
Das Thema Mehrgenerationenhaus beschäftigt auch die Bürger und die Stadt Waldenbuch; deshalb war das Interesse groß, zu hören, wie ein solches Haus erfolgreich betrieben werden kann.

Unter dem Motto "Wir leben Zukunft vor" war schon im Jahre 2005 die Idee geboren, dass die Dienste zu den Menschen kommen müssen.
In der Heilbronner Nordstadt, einem Quartier von 6000 Einwohnern entstand dann 2010 das Atriumhaus für 6 Mio € von Stadt und Diakonie gebaut und vom Bund gefördert.
Frau Barth spannte die Netze nach Bedarfsermittlung und zusammen mit ehrenamtlichen Helfern. Im Atrium gibt es Wohnraum für 65 Menschen in 35  2,5 Zi.Whgen.
Es ist auf Begegnung angelegt; "Nachbarn helfen Nachbarn" oder "Jemanden kennen, der jemanden kennt, der helfen kann".
Frau Barth organisiert und begleitet das "Café Vielfalt" Ein Integrationsprojekt; darin finden Kulturfrühstück, Interkulturelles Frauenfrühstück, Junioren treffen und helfen Senioren  im Internetcafé,  Gesprächskreise.
Veranstaltungen aller Art wie Tanzcafé, Fröhlicher Wartberg, müssen organisiert werden. Genauso die Sommerfeste, Sponsorenlauf, Straßenfest als Fest der Generationen, Weihnachten für alle Generationen unterm Weihnachtsbaum.
Dies alles funktioniert nur, wenn viele mitmachen; in Heilbronn sind dies die Kirchen, Moscheen, DRK, Schulen, Diakonie, Volkshochschule, Stadtbibliothek, Arbeiterwohlfahrt, Beschützende Werkstätten und Kindergärten.
Und mit all diesen Organisationen muss geredet.  
Dies macht deutlich, welche riesige Aufgabe Frau Barth zu bewältigen hat.
Dass sie das alles mit einer 50% Stelle bewältigt ist bewundernswert.
Es wäre ihr zu wünschen, dass die Stadt diese Stelle zu einer 100% Anstellung aufstockt.
90 Minuten reichten gerademal aus, um einen kleinen Überblick zu geben.
Fragen beantwortete Frau Barth im Anschluss zu den  Kosten und Fördermitteln; was Ehrenamtliche für Nachhilfe erhalten ( 6,00 € pro Std); dass es keine Beanstandungen wegen Lärm gibt, weil die
Wohnungen gut isoliert sind. Die Mieten für die Bewohner betragen derzeit 11.00€/m².  
Konkurrenzdenken zu bereits bestehenden Vereinen gibt es in Heilbronn nicht.

Schon die Frage, ob die Stadt Mietwohnungen, wie in Heilbronn finanzieren will, oder ob das Objekt mit Eigentumswohnungen bestückt wird, verändert den Inhalt und die Zukunft in einem Mehrgenerationenhaus in Waldenbuch wesentlich.
Man darf gespannt sein!

Annette Dolleschel dankte Frau Barth ganz herzlich für den vielfältigen, aufschlussreichen Vortrag mit einer süßen Anerkennung und dem RITTER "Schokometer".

Jörg Schlotterbeck
Schriftführer