Mit dem Rad auf dem Jakobsweg

Vortrag von Alexander Vogelsang, OB a.D. Böblingen


Zuerst muss gesagt werden: Es war ein spannender, informativer und dabei auch humorvoller und unterhaltsamer Abend!
Herzlichen Dank an unseren Gastredner, der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung nach Waldenbuch gekommen ist.
Herr Vogelsang bezeichnete sich ja auch als reisefreudig.
Nach seiner Tätigkeit auf dem Rathaus wollte er selbstbestimmt und ohne äußere Zwänge leben.
So kam es zu der Idee, zusammen mit seiner Frau von Frankreich aus mit dem Rad auf den Jakobsweg zu gehen, eine Reise zu wiederholen, die sie zusammen vor vielen Jahren schon einmal unternommen hatten.
Mit Begeisterung berichtete er über 11 Wochen Radtour, bei der es unendlich erscheinende Höhenmeter zu überwinden galt, bei der sie sich auf die Kälte der Eisheiligen ebenso einstellen mussten wie auf die spätere Hitze und die rauen Winde.
Das waren 11 Wochen Natur und Bewegung, begleitet von kulinarischen Genüssen.
Die vielen Eindrücke dieser langen Zeit brachte er uns an einem Abend näher!
Herr Vogelsang hatte sich genau über die Hintergründe der Entstehung des Jakobsweges im Zeitalter der Mauren informiert.
Diese beherrschten damals Spanien bis auf einen kleinen Rest im Norden.
Mit zahlreichen Bildern dokumentierte er die maurischen Einflüsse in Spanien, durch diese hinterlassen z.B. die romanischen Kirchen einen deutlich anderen Eindruck.
Der Apostel Jakob wird an vielen Stellen auf einem weißen Pferd dargestellt, im Kampf gegen die Mauren.
Herr Vogelsang ging aber auch auf die wirtschaftliche Situation Spaniens ein, insbesondere zur Zeit seiner Reise.
Dabei hob er die wirtschaftliche Bedeutung des Jakobsweges hervor. An diesem entstanden Kirchen, Burgen, Schlösser und brachten Wohlstand.
Das war eine lange Reise, von Paris bis nach Santiago de Compostela und natürlich Finestère, voller Abenteuer und Strapazen, aber auch angenehmen Seiten wie den mehrfach erwähnten kulinarischen Genüssen.