Stellungnahme zur Wohnraumknappheit der FREIEN WÄHLER Regionalräte

Wir schließen uns an, weil viele Aussagen auch bzw. gerade auf Waldenbuch zutreffen.
Auch wir können den restriktiven Bestimmungen des Regionalplans nichts abgewinnen, die auch den Waldenbucher/Steinenbronner Entwurf des neuen Flächennutzungsplans 2030 betreffen.
Im Folgenden zitieren wir aus  Standpunkt- Newsletter der FREIEN WÄHLER in der Region 2/2016:
"Wohnraum in der Region Stuttgart ist knapp und teuer, vor allem im Zentrum der Region!
Bis 2030 soll die Bevölkerung ausgehend vom Jahr 2012 um 85.000 Einwohner wachsen auf 2,732 Millionen, jedenfalls nach den Berechnungen des Statistischen Landesamtes.
Nach der jüngsten Vorausrechnung von dieser Woche sollen bis 2030 sogar weitere 94.000 Personen dazukommen.
Und was macht der Verband Region Stuttgart?
Er verweist darauf, dass im Regionalplan rd. 2350 ha Wohnbauflächen für etwa 190 000 Menschen ausgewiesen sind.
Chefplaner Thomas Kiwitt erkennt zwar den Bedarf, den man jahrelang negiert hat, glaubt aber, dass die Flächenreserven ausreichen.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus - die Tatsache, dass tatsächlich eine erhebliche Wohnungsknappheit herrscht, vor allem für preisgünstige Mietwohnungen, beweist, dass der Verband an der Wirklichkeit vorbeiplant.
Es sind allein die Städte und Gemeinden, die Bauland ausweisen und erschließen, und die zu uns ziehenden Menschen stimmen mit den Füßen ab.
Wir leben in keiner Planwirtschaft, es ist die Standortqualität einer Kommune auf den Feldern >  Arbeiten, Freizeit und Bildung, nach denen sich die wohnungssuchenden Familien richten.
Zuzustimmen ist dem Verband, wenn er betont, dass mit Einfamilienhäusern auf der grünen Wiese das Problem nicht zu lösen ist.
Wir Freien Wähler sehen es aber als einen grundsächlichen Strategiefehler an, die Gemeinden außerhalb der Siedlungsschwerpunkte und Entwicklungsachsen weitgehend außen vor zu lassen.
Auch diese Kommunen werden derzeit und mit großer Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahren bei der Wohnraumversorgung für einkommensschwache Familien und der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen gefordert sein." (Ende des Zitats)
Statt jetzt alle Gemeinden ins Boot zu holen und sie aufzufordern, mit konkreten Lösungsvorschlägen auf den Verband zuzugehen, soll jetzt eine zeitraubende Suche nach den Hindernissen (des Wohnbaus, Anm. der Redaktion) beginnen.
Es wird verkannt, wie sehr es den Kommunen auf den Nägeln brennt.
Das Fazit von Regionalrat Wilfried Wallbrecht: Mit der Zuwanderung von Flüchtlingen in diesem Jahr beginnt "eine neue Zeitrechnung".
Die Struktur des Regionalplans stimmt, die Messlatte allerdings nicht mehr.
Die Fraktion der Freien Wähler fordert den Verband Region Stuttgart auf, den Schulterschluss mit den Städten und Gemeinden zu suchen.
Sonst ist die Herkulesaufgabe einer bedarfsgerechten Wohnraumversorgung nicht zu bewältigen.

Für die Fraktion der Freien Wähler
Annette Odendahl, Fraktionsvorsitzende