Fragen an den Freundeskreis für Flüchtlinge

Wie viele Menschen wurden in unserer Kommune aufgenommen?
Derzeit leben in Waldenbuch 23 Menschen, darunter 13 Kinder, die in Deutschland um Asyl nachgesucht haben.
13 davon wurden als Flüchtlinge anerkannt und werden in Deutschland bleiben, sechs sind geduldet und vier wurden noch nicht überprüft bzw, interviewt.
Das heißt, dass zehn Menschen immer mit der Sorge leben abgeschoben zu werden und trotzdem versuchen sich hier einzugewöhnen.

Werden das noch mehr?
Sicher wird die Stadt Waldenbuch auch in Zukunft Menschen aufnehmen und ihre neue Heimat werden.

Und wo wohnen die Flüchtlinge?
Die meisten sind in als Obdachlose in Häusern untergebracht, die der Stadt Waldenbuch gehören.
Für die anerkannten Flüchtlinge wäre es gut, wenn sie aus der Obdachlosigkeit herauskämen und in einer dauerhafte Mietwohnung oder Haus einziehen könnten.
Die Miete ist dabei auf jeden Fall gesichert.

Gibt es noch ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten bei der Stadt?
Leider nein. Die Stadt ist dringend auf Unterbringungsmöglichkeiten angewiesen.
Wir bitten alle Eigentümer  zu überlegen, ob sie ihre leerstehende oder freiwerdende Immobilie der Stadt zum Kauf oder Miete anbieten können.

Was ist die Aufgabe des Freundeskreises?
Wir betreuen die Menschen, solange sie in Waldenbuch leben, im Alltag, bei Arztbesuchen, beim Kennenlernen der Angebote in unserer Stadt, beim Kontakte knüpfen und bei der Freizeitgestaltung.

Wer ist der Freundeskreis für Flüchtinge?
Wir sind drei Personen im Lenkungteam: Anneliese Schulz, Uli Doster und Gabriele Wieser-Kick,
Dazu gibt es eine große Anzahl von Menschen, die gerne helfen und uns auf unterschiedlichste Weise unterstützen.

Und was machen diese Helfer?
Manche besuchen die Familien regelmäßig, manche helfen bei Reparaturen, andere bei Fahrdiensten, einige unterstützen beim Erlernen der deutschen Sprache und viele spenden Dinge, die wir für die Familien suchen, z.B. Fahrräder, Fernseher etc.
Im Augenblick haben wir keinen Bedarf an Sachspenden, aber das kann sich schnell wieder ändern. Und sehr dankbar sind wir auch für Helfer bei Übersetzungen.

Wie verständigen Sie sich denn  mit den Menschen?
Teilweise mit Händen und Füßen, immer mehr auch in Deutsch, teilweise in Englisch.
Das ist oft anstrengend aber auch lustig.

Das hört sich nach viel Arbeit an?
Ja es braucht viel Zeit und Engagement, das sich aber auf viele Schultern verteilt.
Die Begegnungen mit den Menschen sind meist von großer Dankbarkeit geprägt. Man bekommt da so viel zurück. Das macht wirklich Freude.
Wer Lust hat sich einzubringen kann sich jederzeit bei uns melden.

Die Fragen stellte Jürgen Schwab an Gabriele Wieser-Kick.