FREIE ENTSCHEIDUNG bei Erwerb von Grabsteinen


Der einzelne Bürger soll nach Auffassung der Freien Wähler - gerade in der Extremsituation eines Trauerfalls - als Hinterbliebener die freie Entscheidung haben, welche Art von Grabstein er erwerben will.
Wir lehnen eine städtische Verordnung ab, dass jeder einen Grabstein mit dem Zertifikat "ohne Kinderarbeit" kaufen MUSS und dass eine Zuwiderhandlung eine Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße wäre.
Nicht jede Familie ist außerdem in der Lage, Mehrkosten zu tragen.
Wir würden es ausdrücklich begrüßen und unterstützen, wenn trauernde Angehörige im Rathaus über dieses Thema aufklärende Informationen und Empfehlungen erhielten.
Wir vertrauen darauf, dass sich viele Familien für einen Grabstein "ohne Kinderarbeit" freiwillig entscheiden!

Die FREIEN WÄLER stehen selbstverständlich weiterhin zu ihrem Antrag 2012 (gemeinsam mit der SPD) mit dem ZIEL einer "Fair Trade Gemeinde Waldenbuch". So ist es im Gemeinderat beschlossen.
Es ist jedoch ein Unterschied, ob die Stadt SICH SELBST zur Anschaffung von Waren ohne ausbeuterische Kinderarbeit verpflichtet - und deren höhere Kosten übernimmt.
Oder ob die Stadt privaten Personen bestimmte Anschaffungen, z.B. Grabsteine, per Gemeinderatsbeschluss vorschreibt.

Wir beantragten statt eines "MUSS" ein "SOLL(T)E" in den entsprechenden Paragraphen der Friedhofssatzung.
Leider fanden wir keine Mehrheit und lehnten anschließend die MUSS-Bestimmung ab.

Annette Odendahl