In der letzten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 31. Januar 2012 legten die Gemeinderatsfraktionen ihre Anträge zum Haushaltsplan 2012 der Stadtverwaltung vor.

Anträge der FWV, Freie Wählervereinigung Waldenbuch - Gemeinderatsfraktion:


ANTRAG Nr. 1

In Waldenbuch soll der Versuch unternommen werden, in Zukunft einen BÜRGERHAUSHALT mit direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aufzustellen.

BEGRÜNDUNG:

Waldenbuch besitzt engagierte Ehrenamtliche und vielseitig interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Deshalb ist unsere Stadt prädestiniert für eine neue Form der aktiven Bürgerbeteiligung - den Bürgerhaushalt.
Mit Gedanken, Anregungen und konkreten Vorschlägen unmittelbar aus der Bürgerschaft wird ein Bürgerhaushalt aufgestellt. Zuvor ist eine verständliche Information zum aktuellen Haushaltsplanentwurf notwendig, die zum Mitarbeiten einlädt.
Anschließend können die Mitbürger ihre Kommentare, z.B. zu Einsparungen, Investitionen und Einnahmen, oder Prioritätenlisten einfließen lassen.
Beispiele für einen Bürgerhaushalt finden sich u.a. in Tübingen, Stuttgart, Wiesbaden, Seelze...
Als Diskussionsgrundlage und Unterstützung für ein Modell Bürgerhaushalt Waldenbuch bieten die FREIEN WÄHLER gern im Herbst hierzu eine Informationsveranstaltung an.


ANTRAG Nr. 2

Transparenz der Informationen aus den Ausschüssen, v.a. Bekanntgaben und NÖ

Die Informationen aus den Tagesordnungspunkten "Bekanntgaben" und "Sonstiges" (öffentlich wie nichtöffentlich) sollen allen Mitgliedern des Gemeinderats zugänglich gemacht werden.

BEGRÜNDUNG:

Durch die Einführung der beiden beschließenden Ausschüsse (TA und VA) gehen jeweils der Hälfte der gewählten Mitglieder des Gemeinderats wichtige Informationen verloren.
Dieses Defizit soll durch geeignete Maßnahmen behoben werden.


ANTRAG Nr.3

Belebung des Städtles

Die Wiederbelebung der Waldenbucher Altstadt, verbunden mit innenstädtischem Stadtmarketing von (Einzel-)Handel und Gewerbe, soll mit professioneller Unterstützung weitergeführt werden.
Die guten Ansätze der letzten drei Jahre im GHV dürfen nicht im Sande verlaufen.
Für die Fortentwicklung und Realisierung eines Konzeptes zur Wiederbelebung des Altstadtkerns können bis max. 10.000 EUR in den Haushalt 2012 eingestellt werden.

BEGRÜNDUNG:

Die Situation der Ladengeschäfte im Städtle hat sich in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert.
Mehr denn je und jetzt dringlicher gilt aus unserem Antrag Haushalt 2009:
"In den vergangenen Jahren wurde viel für das überregionale Erscheinungs- und Verbreitungsbild der Stadt Waldenbuchs getan. (...)
Nun geht es darum, die Stärken Waldenbuchs für die Mensehen, die hier wohnen und leben sichtbar und erlebbar zu machen. (...) Die Identifikation der Einwohner mit den örtlichen Akteuren soll erhöht werden. (...) Experten sagen: Externes Stadtmarketing.beginnt zu Hause!"


ANTRAG Nr. 4

Einrichtung von stadtnahen Wohnmobil-Stellplätzen

Die Stadtverwaltung wird gebeten, dem Gemeinderat Vorschläge für die Einrichtung von stadtnahen Wohnmobil-Stellplätzen zu unterbreiten.

BEGRÜNDUNG:

Die Stadt Waldenbuch hat das Ziel immer mehr Gäste in die Stadt zu locken. Eine steigende Zahl von Urlaubern nutzt dazu gerne das Wohnmobil.
Sofern es stadtnahe Stellplätze mit Verund Entsorgungsangeboten gibt, bleiben die Gäste gerne im Ort und nutzen die kulturellen wie die gastronomischen Angebote.
Hierfür sind entsprechende Möglichkeiten zu schaffen.
Einen ähnlichen Antrag hatte die SPD schon vor ein paar Jahren gestellt, dieser wurde bisher nicht umgesetzt.


ANTRAG Nr.5

Verlässliche Basis-Förderung für das Mütter- und Nachbarschaftszentrum

Das Mütter-und Nachbarschaftszentrum soll mit einem festen Betrag von 220,-/Monat bei der Arbeit für die jungen Familien in Waldenbuch unterstützt werden.
Als Ausgleich könnte auf Zuschüsse, wie vom Vorstand des Mütterzentrums angeboten, aus dem Kulturfond der Stadt verzichtet werden.

BEGRÜNDUNG:

Seit vielen Jahren ist das Mütter- und Nachbarschaftszentrum eine wichtige Anlaufstelle für junge Familien und inbesonders auch für Neuzugezogene.
Das Mütter- und Nachbarschaftszentrum leistet mit seinen Angeboten für unter Dreijährige einen wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit unserer Stadt.
Das Land hat seine Zuschüsse an die Gemeinden für die Kinderbetreuung der unter Dreijährigen deutlich erhöht. Dies soll auch dem Mütter- und Nachbarschaftszentrum für seine wertvolle, ehrenamtliche Tätigkeit zugute kommen.


ANTRAG Nr.6

Die FREIEN WÄHLER beantragen folgende Gemeinderatsbeschlüsse zur Ächtung von Waren und Produkten aus illegaler Kinderarbeit:

1. Bei künftigen Ausschreibungen und Beschaffungen der Stadt finden nur solche Waren und Produkte Berücksichtigung, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der Konvention Nr. 182 der ILO (Internationale Arbeitsorganisation der Vereinigten Nationen) hergestellt worden sind.
2. Bei Waren und Produkten aus Afrika, Asien oder Lateinamerika kann der Nachweis dadurch geführt werden, dass sie von einer unabhängigen Organisation entsprechend zertifiziert und mit einem Siegel gekennzeichnet worden sind. Kann keine Zertifizierung vorgelegt werden, reicht eine Eigenerklärung des Anbieters, die bei Annahme seines Angebots Vertragsbestandteil wird.
3. Der Gemeinderat wird nach zwei Jahren auf Grund der Erfahrungen, die im Zusammenhang mit der Umstellung des Vergabe - und Beschaffungswesens gewonnen werden konnten, über den Fortgang der fairen Beschaffung erneut entscheiden.

BEGRÜNDUNG:

Waldenbuch soll - wie zahlreiche Städte weltweit und in unmittelbarer Nähe beispielsweise Stuttgart und Aidlingen - ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen.
Durch entsprechende Umstellung des Beschaffungswesens kann Waldenbuch als "faire Gemeinde" mit gutem Beispiel vorangehen.

1. Ausgangslage
Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) arbeiten weltweit viele Millionen Kinder unter Verstoß gegen die von fast allen Staaten der Welt als Sozialstandard anerkannte ILO Norm 182.
Sie schuften unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen, arbeiten wie Sklaven und werden wie eine Ware gehandelt.
In vielen Waren und Produkten, die wir heute kaufen, steckt die Arbeit von Kindern. Kinder schleifen Diamanten, arbeiten in Steinbrüchen und stickigen Fabriken oder auf Plantagen.
Sie besuchen keine Schule und haben daher auch keine Lebensperspektive.

2. Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg
Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat am 28.8.2008 eine Verwaltungsvorschrift zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (VwV Kinderarbeit öA) erlassen, die allerdings nur für Einrichtungen des Landes gilt.
Die Vorschrift nennt hierzu als gefährdete Bereiche:

- Sportbekleidung, Sportartikel, insbesondere Bälle
- Spielwaren
- Teppiche
- Textilien
- Lederprodukte
- Billigprodukte aus Holz
- Natursteine
- Agrarprodukte wie z.B. Kaffee, Kakao, Orangen- und Tomatensaft
- Blumen

soweit sie in Afrika, Asien oder Lateinamerika hergestellt oder verarbeitet wurden.
Die Kommunen sind zwar nicht Adressat der Vorschrift.
Ihnen wird aber in Ziffer 8 empfohlen, die Vorschrift anzuwenden. Bisher haben mehr als 40 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg entsprechende Regelungen getroffen, darunter zahlreiche Nachbargemeinden von Waldenbuch wie Stuttgart, Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen, Reutlingen und Aidlingen.

3. Koalitionsvertrag der Landesregierung "Der Wechsel beginnt"
Die Landessregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag Folgendes vereinbart:
Soziale Kriterien im Beschaffungswesen voranbringen. Der faire Handel ist für uns ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung globaler Gerechtigkeit.
Wir werden das Beschaffungswesen des Landes auf die Beachtung sozialer und ökologischer Standards bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verpflichten.
Die Beschaffung von Waren durch das Land wird die Prinzipien des fairen Handels beachten.

4. Bisherige Aktivitäten von Gemeinderat und Stadtverwaltung zur fairen Beschaffung
Ausgehend von Hinweisen des Deutschen Städtetags aus dem Jahr 2009 zur Zulässigkeit einer Berücksichtigung von sozialen Kriterien im Vergaberecht von Kommunen hat die SPD-Fraktion im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen 2011 einen Haushaltsantrag "Beschaffung-fair gehandelter Waren durch die Stadt Waldenbuch" gestellt (Haushaltsantrag Nr.6).
Der Antrag wurde vom Gemeinderat in seiner Sitzung am 25.1.2011 mehrheitlich abgelehnt unter Hinweis darauf, dass

- der Bezug von Waren aus der Dritten Welt für die Stadt nur unwesentlich sei,
- die Umstellung der Beschaffung einen hohen Verwaltungsaufwand erfordere und
- stattdessen auf den Bezug regionaler Produkte Wert gelegt werden solle.

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 19.7.2011 hat die Stadtverwaltung in einem Sachstandsbericht unter anderem zum Haushaltsantrag Nr. 6 hingewiesen,

- auf zahlreiche (auch ehrenamtliche) Aktivitäten einer Vertreterin das Kämmereiamtes im Zusammenhang mit fairer Beschaffung,
- dass die Verwaltung sich mit verschiedenen Fair-Labeln befasst habe,
- dass die Verwaltung sich im Lauf des Jahres weiter über nachhaltige Beschaffung informieren und dementsprechend Kontakt aufnehmen wolle zu geeigneten Unterstützer-Organisationen,
- dass die Verwaltung versuchen wolle, soweit möglich und sinnvoll die Grundsätze des fairen Beschaffungswesens einzuhalten.

Der Gemeinderat hat das Engagement der Stadtverwaltung bei der Beschaffung fair gehandelter Waren am 19.7. 2011 und erneut am 13.12.2011 einstimmig begrüßt.

5. Bedeutung eines Gemeinderatsbeschlusses

Da der Ausschluss von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit eine grundsätzliche Haltung der Stadt zum Ausdruck bringt, soll dies in einen Beschluss des Gemeinderats als politische Kernbotschaft gefasst werden.
Der Beschluss bildet ein wichtiges Signal an die Öffentlichkeit, dass die Stadt hier eine Vorbildfunktion übernimmt, um ausbeuterische Kinderarbeit zu bekämpfen und den fairen Handel zu fördern. Dies gilt unabhängig davon, welche Bedeutung im Einzelfall die Beschaffung von Waren und Produkten aus Ländern der Dritten Welt für die Gemeinde hat.
Der Gemeinderatsbeschluss dokumentiert darüber hinaus, dass die Stadt mit dieser Entscheidung ihre Verpflichtung zur nachhaltigen Beschaffung als Teil der Agenda 21 ernst nimmt.
Nicht unterschätzt werden sollte auch der Imagegewinn für die Stadt, die in ihrer Außenwerbung darauf verweisen kann, zu den fairen Gemeinden in Baden-Württemberg zu gehören und damit auch Wegbereiter für weitere Gemeinden zu sein,

6. Verwaltungsaufwand bei einer Umstellung auf faire Beschaffung

Der einmalige Umstellungsaufwand für die Verwaltung auf eine faire Beschaffung kann dadurch gering gehalten werden, dass auf die Unterstützungsleistung des Forums für internationale Planung und Entwicklung (finep) zurückgegriffen wird.
finep bietet umfangreiche Schulungsmaßnahmen für Kommunen an, die auf eine faire Beschaffung umstellen wollen.
Es hat entsprechende Finanzmittel reserviert für Schulungsmaßnahmen in der Waldenbucher Gemeindeverwaltung, sofern ein positiver Gemeinderatsbeschluss erfolgt.
Der laufende Aufwand bei einer Umstellung auf eine faire Beschaffung dürfte für die Verwaltung ebenfalls gering sein.
Viele Waren und Produkte aus Ländern der Dritten Welt sind von unabhängigen Organisationen zertifiziert und haben dementsprechend ein Siegel erhalten, dass sie ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt worden sind.

Hierbei handelt es sich z.B. um

- das XertifiX- oder WinWin-Siegel für Natursteine
- das Rugmark-Siegel für Teppiche
- das TransFair-Siegel für Orangensaft, Tee, Kaffee
- das Siegel von Fair Wear Foundation für faire Berufskleidung

Bei Erzeugnissen mit diesen Siegeln ist ein weiterer Nachweis nicht erforderlich.
Die EineWelt-Gruppe Waldenbuch und zahlreiche Waldenbucher Geschäfte bieten inzwischen eine Vielzahl so gesiegelter Waren und Produkte an.
Soweit Waren und Produkte nicht gesiegelt sind, müssen anbietende Firmen eine Selbstverpflichtung vorlegen, in der bestätigt wird, dass weder sie noch ihre Zulieferfirmen die Erzeugnisse mittels ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt haben Eine Überprüfung, ob die Selbstverpflichtung auf wahren Angaben beruht, kann allerdings von der Verwaltung nicht geleistet werden.
Sofern sich herausstellen sollte, dass der Zuschlag an eine Firma erteilt wurde, deren Selbstverpflichtung falsch war, liegt ein Vertragsverstoß vor; die Firma kann rechtlich belangt und von künftigen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.


ANTRAG Nr.7

Zukunftswerkstatt für die städtebauliche Entwicklung Areal Pestalozziweg/Tilsiterweg

In einer Zukunftswerkstatt soll der Gemeinderat Ideen für die städtebauliche Neuausrichtung der städtischen Flächen am Pestalozzi- und am Tilsiter Weg entwickeln.
Ebenso regen wir in Anlehnung an unseren Antrag Nr. 7 zum Haushalt 2010 an, auch für das Areal Auch eine Zukunftswerkstatt vorzusehen

BEGRÜNDUNG:

In der Klausurtagung 2008 wurden in einer Zukunftswerkstatt gute Ideen für die städtebauliche Entwicklung im Städtle (Alfred-Ritter-Straße/Neuer Weg) entwickelt.
Dies soll nun auch, als Teil der nächsten Klausurtagung für das Areal auf dem Kalkofen gemeinsam angegangen werden.


ANTRAG Nr. 8

Energetische Sanierung - Darstellung der Effizienz

Die Einsparung an Energie- und in der Folge auch der Kosten für die energetischen Sanierungen städtischer Einrichtungen in den vergangenen Jahren sollen dargestellt werden.

BEGRÜNDUNG:

Die Stadt Waldenbuch hat in den vergangenen Jahren viel Geld für die energetische Sanierung städtischer Einrichtungen in die Hand genommen. Dem Gemeinderat und der Bevölkerung soll in einer Kosten-Nutzen-Ubersicht der Erfolg dieses Finanzeinsatzes aufgezeigt werden.


ANTRAG Nr. 9

Würdigung des Ehrenamts

Für die Würdigung des Ehrenamtes in Waldenbuch soll eine neue Form der öffentlichen Anerkennung in festlichem Rahmen entwickelt werden.

BEGRÜNDUNG:

Der Freiwilligenpass mit gespendeten Angeboten der Stadtverwaltung und den Vereinen hatte seine Berechtigung, wird jedoch nicht in wünschenswerter Weise genutzt.
Außerdem verläuft diese Art der Anerkennung leider anonym. Die FREIEN WÄHLER beantragen deshalb

- eine alternative, öffentliche Würdigung der Ehrenamtlichen
- beispielsweise als öffentlicher, feierlicher Ehrenamtsabend unter Einbindung der Bürgerschaft
- mit Benennung der zu Ehrenden durch ihre Vereine
- nach vorher festzulegenden Kriterien (z.B. 10-20-30 Jahre im Ehrenamt)
- möglicherweise jedes Jahr am 5.Dezember, dem Weltehrenamtstag - mit musikalischer Umrahmung
- in möglicher Kombination mit der Blutspender-Ehrung

Die FREIEN WÄHLER meinen, dass so auch anderweitig Ausgezeichnete würdevoll geehrt werden könnten, beispielsweise Preisträger von Jugend musiziert, Jugend forscht oder der Gesellenprüfungen.
Beispiele für Ehrenamtsabende finden sich u.a. in Herrenberg und Steinenbronn.


ANTRAG Nr. 10

(WIEDERHOLUNGSANTRAG vom HAUSHALT 2009)

Die FREIEN WÄHLER beantragen dringend, die Sicherungsverfilmung der ältesten, wichtigsten und schönsten Dokumente des Waldenbucher Stadtarchivs vorzunehmen.

Frau Diplom-Archivarin Bührlen-Grabinger hat bei der Sichtung und Neuordnung der Bestände auf dem Rathausdachboden interessante und bewahreriswerte Unterlagen entdeckt.
Diese Dokumente sollten für kommende Generationen vor Feuer und anderen Schäden durch Übertragung auf geeignete Speichermedien gesichert werden.

BEGRÜNDUNG:

Die Sicherungsverfilmung wertvoller Waldenbucher Archivbestände hat der Gemeinderat auf Antrag der FREIEN WÄHLER für den Haushalt 2009 und wiederum für den Haushalt 2011 beschlossen.
2012 sollte dem Wusch des Gemeinderats entsprochen werden.


ANTRAG Nr.11

Beantragung eines Kommunalen Entwicklungsbausteines zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements

BEGRÜNDUNG:

Waldenbuch ist Mitglied im Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.
Diese Mitgliedschaft soll genutzt werden.
Durch sie besteht die Möglichkeit einen Kommunalen Entwicklungsbaustein zu beantragen.
So kann durch eine externe Beratung die Weiterentwicklung und Strukturierung der Anlaufstelle für das Ehrenamt in der Bücherei kostenneutral gefördert werden.
Ziel könnte sein, sinnvolle und realisierbare Perspektiven zu entwickeln und entsprechend Möglichkeiten und Aufgaben der Anlaufstelle zu definieren.
Es ist eine Förderung von bis zu 1500 € möglich.
Diese kann Waldenbuch in Anspruch nehmen und so ohne zusätzliche Kosten das Ehrenamt stärken und die bisher geleistete gute Arbeit anerkennen!
Die Fachberatung zur Beantragung erfolgt durch das Gemeindenetzwerk, welches auch bei der Vermittlung externer Berater behilflich ist.
Bei Bedarf können die Entwicklungsbausteine auch mehrfach eingesetzt werden.


ANTRAG Nr. 12

Unterstützung für das Boulespiel auf der Gänswiese

BEGRÜNDUNG:

Das Boulespiel auf der Gänswiese spricht zahlreiche Mitbürgerinnen und Bürger jeden Alters und jeder Nationalität an und entwickelt sich zu einem gut frequentierten Treffpunkt.
Ca.20 Personen stehen bereits auf der Teilnehmerliste, zahlreiche Passanten sehen zu.
Es trägt deshalb bei zu

- Einer Belebung des Städtles
- Integration ausländischer Mitbürger
- und ist ein Anlaufpunkt für Bewohner des Sonnenhofs

Es wäre sinnvoll, die bisher benutzten Wege zu optimieren.
Eine Begradigung des Weges zwischen den beiden Brücken und Begrenzung sowie evtl.
Verbesserung des Belages durch eine Kiesschüttung wären ausreichend.
Die Aufstellung eines Hinweisschildes könnte zur weiteren Belebung und Nutzung beitragen.


ANTRAG Nr. 13

Filiale Bücherei im Städtle

Die Stadtverwaltung möge prüfen, unter welchen Konditionen in einem der Leerstände Auf dem Graben eine Zweigstelle der Stadtbücherei eingerichtet werden kann.
Eine Büchereifiliale oder eine andere städtische Institution könnten dazu beitragen, den Altstadtkern stärker zu beleben.
(ähnlicher Freie Wähler- Antrag vom Haushaltplan 2009)

BEGRÜNDUNG:

Seit unserem Antrag im Jahre 2009, der damals leider im Gemeinderat keine Mehrheit fand, hat sich die Situation der Leerstände im Städtle deutlich verschärft und gleichzeitig leider beschleunigt.
Unter leeren Ladenräumen und zugeklebten Scheiben leiden auch die Nachbarläden.
Dieser Negativ-Entwicklung muss unbedingt entgegengewirkt werden
(siehe auch unser Antrag "Belebung des Städtles").
Auch eine Stadt und ihre Verwaltung sollte sich für die Belebung der Altstadt einsetzen und alles tun, was Bürger und Besucher in die Altstadt bringt und für Publikumsverkehr sorgt.
Es ist zu prüfen, inwieweit auch andere städtische Einrichtungen in einen Leerstand gehen könnten.
Dies allein genügt zwar nicht, kann jedoch ein positives Signal sein.
Umgekehrt könnte natürlich auch die Stadtbücherei von neuen "Kunden" profitieren.


ANTRAG Nr. 14

Nutzung des Forums für Waldenbucher Vereine

Das Forum der Oskar-Schwenk-Schule oder alternativ die Stadionhalle soll jedem Waldenbucher Verein einmal jährlich für eine öffentliche Veranstaltung zu einer ermäßigten Miete (50%) zur Verfügung stehen.

BEGRÜNDUNG:

Die Waldenbucher Vereine bereichern mit ihren Veranstaltungen maßgeblich das gesellschaftliche Leben in Waldenbuch.
Die meisten Vereine haben dafür keine geeigneten eigenen Räume.
Um das ehrenamtliche Engagement und die Angebotsvielfalt in Waldenbuch zu erhalten, soll die Stadt den Vereinen bei den einmaligen Mietkosten entgegenkommen und die Miete um 50% reduzieren.


ANTRAG Nr. 15

Die FREIEN WÄHLER beantragen die Abschaffung des persönlichen Stellvertreters im Verwaltungsausschuss und Technischen Ausschuss zugunsten eines fraktionsinternen Reihenfolge-Stellvertreters.
Die Hauptsatzung ist dahingehend zu ändern.

BEGRÜNDUNG:

Immer wieder geschieht es, dass nicht nur ein Ausschussmitglied selbst, sondern auch sein Stellvertreter aus beruflichen oder familiären Gründen verhindert ist.
Da insbesondere in einem beschließenden Ausschuss Vollzähligkeit wünschenswert ist, soll das Modell der Reihenfolgestellvertretung im VA und TA eingeführt werden.


ANTRAG Nr.16

Grabmäler Alter Friedhof

Die in der Liste der Kulturdenkmale Baden- Württemberg (Liste A1) registrierten wertvollen Grabmäler auf dem Alten Friedhof müssen vor dem endgültigen Verfall gerettet werden.

BEGRÜNDUNG:

Einige Grabmäler auf dem Alten Friedhof sind bereits stark zerstört.
Laut Aussage der Unteren Denkmalbehörde im Landratsamt besteht eine Erhaltenspflicht des Eigentümers, in diesem Fall der Stadt Waldenbuch, für solchermaßen gelistete Kleindenkmäler.
Für Restaurierungen von gelisteten Kulturdenkmalen bestehen Zuschussmöglichkeiten aus einem jährlich neu definierten Geldtopf (Regierungspräsidium Referat 25 Denkmalpflege, Land).
Hier sollte die Verwaltung zeitnah entsprechende Anträge stellen, denn auch in Zeiten knapper Kassen dürfen wertvolle Kleindenkmäler nicht unwiederbringlich verloren gehen.