Waldenbuch ist steinreich

Mit diesen Worten erläuterte Revierförster Schwarz die Probeschurfstellen des Stubensandsteins auf Waldenbucher Gemarkung.
Das Geologische Landesamt war hier fündig geworden bei der Suche nach Stein-Material für die Renovierung des Ulmer Münsters.
Man darf sich hier allerdings keinen riesigen Steinbruch vorstellen.
Die Fundstellen liegen direkt neben den Forstwegen, werden oberflächlich ( ca 3m tief) abgebaut. Ob es dazu wirklich kommt, ist allerdings noch nicht endgültig entschieden.
Schön, dass soviel BürgerInnen der Einladung gefolgt waren und sich die Spuren Waldenbucher Geschichte im Wald zeigen ließen.
Ohne die fachkundigen Führung der Herren Kirch und Schwarz hätten wir viele Bodendenkmale sicher nie beachtet oder bemerkt.
So aber
- sahen wir Gräben, die auf frühere Straßen und Fahrwege hindeuteten,
- erfuhren, warum die Wege aus topographischen Gründen früher wohl eher an Waldenbuch vorbeiführten,
- tauchten ein württembergische Geschichte und
- sahen Auszüge aus alten Karten, in denen die Wildzäune auch rund um Waldenbuch eingezeichnet waren.
Fast 14 km lang soll der Flechtzaun auf einem Erdwall 1745 gewesen sein, um die Landwirtschaft der Bevölkerung vor dem „gefräßigen Wild“ zu schützen.
Straßen waren in diesen Karten nicht eingezeichnet, denn sie waren meist 100 m breit und damit eindeutig auffindbar.
Nebenbei erfuhr man noch vieles über die frühere Lebensweise und über Flur oder Ortsnamen, die auch heute noch auf die frühere Geländenutzung hinweisen.
Ein kurzweiliger Spaziergang, der Lust auf mehr Information machte.
Herzlichen Dank an Herrn Kirch und Herrn Schwarz, dass Sie Waldenbucher Geschichte erhalten und sichtbar machen und an die Stadtverwaltung für die Organisation.

Gabriele Wieser-Kick
für die Fraktion der Freien Wähler