Der Waldenbucher Haushalt
Kameralistik - Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) - Doppik


Diese Begriffe standen auf derTagesordnung der Veranstaltung für interessierte Waldenbucher Bürger, Gemeinderäte und Verwaltung. Erörtert wurde, wie der Weg in das Neue KHR aussehen kann.
Ein trockenes Thema?
Herr Leißner als Fachmann erläuterte kompetent und interessant die Unterschiede.
Bisher liegt dem Haushalt die Kameralistische Buchführung zugrunde.
Wesentliches Kriterium ist hier, es wird mit vorhandenen Geldern geplant. Von diesem Geldverbrauchs- soll auf ein Ressourcenverbrauchskonzept umgestellt werden.
Deshalb werden nach dem NKHR Ziele vorgegeben und Schlüsselprodukte definiert.
Was ist für die Stadt erstrebenswert, was soll erreicht werden.
Es werden Prioritäten gesetzt, dann wird nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht.
Um nach diesem Verfahren einen Haushalt zu erstellen, ist eine andere Buchführung erforderlich, die doppelte Buchführung in Konten, die Doppik.
Hier muss eine Bilanz erstellt werden, eine Vermögensbewertung erfolgen, Abschreibungen und Rückstellungen müssen getätigt werden.
Mit diesem System wird eine bessere Transparenz erzeugt, insbesondere aber auch eine gerechtere totergenerative Gerechtigkeit!
Dieses Verfahren ist in vielen Punkten sehr überzeugend.
Die spannende Frage ist, ob auch unter der neuen Regierung die Umstellung auf das NKHR zur Pflicht wird, oder ob es für die Kommune eine Wahlmöglichkeit gibt.
In jedem Fall müssen in Waldenbuch gründliche Überlegungen angestellt werden.
Denn der Wechsel auf das NKHR wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen, einen sehr großen personellen Arbeitsaufwand, sowie einen dauerhaften finanziellen Mehraufwand verursachen.
Dem steht allerdings die genannte, deutlich höhere Transparenz und klarere Zielausrichtung gegenüber.
Die Schwerpunkte des neuen Haushaltswesens müssen deshalb vom Gemeinderat, der Verwaltung und den Bürgern gemeinsam erarbeitet werden.

Jutta Häcker