Tabea Dölker zu Besuch in Waldenbuch


Als einziges Ratsmitglied aus Baden-Württemberg wurde Tabea Dölker aus Holzgerlingen im Jahr 2009 in das 15-köpfige Führungsteam der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt.
Vergangenen Donnerstag gab Sie auf Einladung der Freie Wähler Vereinigung Waldenbuch im Haus der Begegnung einen Einblick in diese Arbeit.
Die Freude an ihrer ehrenamtlichen Arbeit war aus jedem Wort und jedem Satz zu hören. Mit Kompetenz und Humor brachte Tabea Dölker den Zuhörern die Strukturen der Landeskirchen und der EKD nahe. Die sehr unterschiedlichen bundesweiten Strukturen und die daraus entstehende Arbeit brauche „viel Geist Gottes, um die Menschen in Bewegung zu bringen“, und sie verglich das Arbeitstempo der Gremien eher mit einem Tanker als mit einem Ferrari. Ausführlich erklärte Frau Dölker die Entwicklung der Ein- und Austritten in der EKD, berichtete über Reformideen und geplante Qualitätssicherungsmaßnahmen z.B. für Gottesdienste und Predigten und bezog persönlich Stellung zur Präimplantationsdiagnostik.
Gemäß ihrem Leitvers aus 1. Timotheus 2,4: Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, sieht Tabea Dölker die wichtigste Zukunftsausfgabe darin, im Wandel der Zeit beim Auftrag Christi zu bleiben und die Menschen darin zu bestärken, im Vertrauen auf Gott zu leben. Sie wünscht sich: „Niemand darf verloren gehen“. So lautet auch das Motto für den 500. Jahrtag des Thesenanschlags in Wittenberg, der im Jahr 2017 gefeiert werden soll.
Durch ihre lebendige Art machte Frau Dölker Mut, sich einzusetzen für christliche Themen und Werte, warnte aber auch davor, alle Fragen heute lösen zu wollen. Es gäbe ja auch noch zukünftige Generationen.

Danke für den interessanten, kurzweiligen und zugleich nachdenklichen Abend!
Im Anschluss gab es bei einem leckeren Buffet, das Gretel Waidelich, Gislea Klein, Ruth Krauch und Sonja Gross gezaubert hatten, viele interessante Gespräche und Diskussionen.
Gabriele Wieser-Kick