Diskussion um die Zehntscheuer
 
Die Anfragen besorgter Mitbürger und die leider ganz falsche Darstellung in der Filderzeitung vom 20. Juli erfordern eine Richtigstellung.
Der Gemeinderat hat KEINESWEGS den Abriss der Zehntscheuer , sondern im Dezember 2008 die ÜBERPRÜFUNG DER DENKMALWÜRDIGKEIT beschlossen.
Es ging nicht um den Abriss der Scheune, sondern darum die Möglichkeiten einer künftigen Nutzung der Zehntscheuer zu erweitern.
Unter dem Denkmalschutz sind die Ausbau- und Nutzungsmöglichkeiten leider begrenzt.
Das bestätigte auch das von der Verwaltung vorgelegte Gutachten vom Ingenieurbüro Grau aus Bietigheim.
Bei Herausnahme aus dem Denkmalschutz kann das Gebäude hinsichtlich der künftigen Nutzung verändert werden, um somit die Unterhaltungskosten zu senken.
Die Stadtverwaltung stellte im Auftrag des Gemeinderats beim Landratsamt den Antrag zur Herausnahme der Zehntscheuer aus dem Denkmalschutz.
In der Verwaltungsausschusssitzung vom 16.Juni 2009 informierte die Stadtverwaltung über den aktuellen Stand, mit ihrer überraschenden Absicht, auf einen Abriss der Zehntscheuer hinzuarbeiten.
Bereits in dieser Sitzung stellte ich klar, dass eine Stadt nicht mit einem historischen Stadtkern werben sollte um dann ein Gebäude, wie die Zehntscheuer, einfach abzureißen.
Vielmehr sind die Zehntscheuer in Schönaich und unser Café am Markt gute Beispiele dafür, wie die Renovierung anstatt der Abriss zu einer sinnvollen und beispielhaften Nutzung führen kann.
Die sich der Sitzung anschließende Diskussion in den Medien und in unserer Stadt, sowie die vielen Aktivitäten, die für den Erhalt der Zehntscheuer werben, zeigen auf, dass die Verwaltung mit der Absicht, das Gebäude abzureißen, nicht im Sinne unserer Bürger und Bürgerinnen und vermutlich auch nicht der Mehrheit im Gemeinderat handelt.
Mit einer künftig dauerhaften Nutzung durch z.B. den Liederkranz, die Volkshochschule und die Musikschule, die seit dem Auszug aus dem Feuerwehrhaus eine neue Bleibe suchen, wäre das Haus bereits wieder mit Leben gefüllt.
Die Zehntscheuer wurde aus ihrem viel zu langen „Dornröschenschlaf“ erweckt, nun liegt es an der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, mit Hilfe und Ideen aus der Bevölkerung, ein „happy end“ zu schreiben.

Jürgen Schwab