Knapper können Entscheidungen nicht fallen!

"Modernisierung der Ortsdurchfahrt" - hinter diesem so unscheinbar klingenden Tagesordnungspunkt der letzten Gemeinderatssitzung steckten zukunftsweisende Entscheidungen für unsere Stadt. In unzähligen Sitzungen hatte sich der Gemeinderat schon mit dem Thema Straßengestaltung und Verkehrsführung der L1208 zwischen der Einmündung Gartenstraße und der Einmündung Weilerbergstraße befasst und sich dabei auch von externen Experten beraten lassen.
Die Fraktion der Freien Wähler hat die Planungen immer wieder kritisch hinterfragt, besonders auch die geplanten Alternativen für die "Linksabbieger".
Nach einer Stellungnahme des Regierungspräsidiums vom November letzten Jahres, in dem das Linksabbiegen aus dem Graben in die Tübinger Straße - für eine Probephase - gestattet wurde, überraschte uns nun der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, dort nur Rechtsabbieger zuzulassen.
Unser Gegenantrag zur probeweise Gestattung des Linksabbiegens wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt, der Verwaltungsvorschlag wurde ging dann "dank" einer Stimmenthaltung durch. Knapper geht’s nimmer!! Uns bleibt vollkommen unverständlich, warum die Chance einer probeweise Einführung vergeben wurde. Denn dadurch hätte man mit Praxiserfahrung beurteilen können, ob sich die Regelung bewährt hat. Offensichtlich hätte auch das Regierungspräsidium, als verantwortliche Behörde für die Landesstraßen, diese Praxiswerte für die Beurteilung für gut gehalten.
Schade, dass diese Chance nun vertan ist!

Gabriele Wieser-Kick
für die Fraktion der Freien Wähler

2009-03-01